Unser Training 

Wann, wo und wie wird trainiert? Und was überhaupt?


 

Wann wird trainiert?

Prinzipiell unterscheiden wir zwischen "normalen" Training, also dem Hunde-Einmaleins des täglichen Miteinanders und dem Training für den Zug- bzw. Schlittenhundesport.
Es wird mit jedem Hund mehrmals wöchentlich - das ganze Jahr hindurch - geübt, was wir für ein stessfreies, angenehmes und vor allem sicheres Miteinander brauchen. 

Dazu gehören neben Leinenführigkeit auch das klassische "Sitz" und "Bleib". Zusätzlich arbeiten wir an einem zuverlässigen Rückruf und alle können auch ein sogenanntes "Hopp ins Haus". Das ist das Kommando entweder in das Zwingerabteil zu laufen (bzw. in unser Haus), oder aber - wenn wir unterwegs sind - in die Transportbox zu hüpfen, bzw sich dafür an der richtigen Stelle anzustellen. Darüber hinaus müssen sie sich in Beherrschung üben, wenn es Futter gibt. Gefressen wir nämlich erst, wenn alle Hunde ihre Schüssel vor sich stehen haben und brav sitzen. 


Zughundetraining

Bei dem Zughundetraining ist das etwas anderes. Da es hier viel - aber nicht ausschließlich - um körperliches Training geht - und somit um Muskelkraft, Ausdauer und Geschwindigkeit - muss man hier auch gut auf die Außenfaktoren achten.
Hunde können wenn ihnen zu warm wird nicht schwitzen, so wie beispielsweise wir Menschen (oder auch Pferde etc.), sondern regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln, wodurch Verdunstungskälte entsteht. Das funktioniert allerdings nur, wenn Feuchtigkeit auch verdunsten kann. Dazu darf es weder zu heiß sein, noch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrschen. Dies und noch weitere Faktoren schränken somit das Zughundetraining zeichtlich ein. 

Wir beispielsweise trainieren mit unseren Hunden nicht über 15 Grad Celsius und auch nicht bei schwülem Wetter. Das heißt somit präziser, dass Zughundetraining bei uns ca. Ende September startet und bis in den April geht. D.h. auch, dass wir für uns entschieden haben die einzelnen kühlen Spätsommertage, oder auch die kalten Frühlingsmorgen nicht für Schlittenhundesport zu nutzen. Es ist uns wichtig, einen kontinuierlichen Trainingsaufbau zu verfolgen und unseren Hunden gewisse Routine zukommen zu lassen.

Beim Zughundetraining werden nicht nur die Kommandos wie "Ghee" für "rechts abbiegen" und "Haw" für "links abbiegen" geübt, sondern auch das kontrollierte Loslaufen, das Langsamer- und das Schneller-Werden. Ebenso das Überholen, das Ignorieren von Ablenkungen am Rande der Strecke. Das selbstständige "Auswickeln", wenn ein Hund sich in der Zugleine verheddert hat und das Wechseln der "Straßenseite" um nur einiges zu nennen. 

Ansonsten sieht der Trainingsaufbau jährlich sehr ähnlich aus. Wir beginnen mit Kraftaufbau, gefolgt von Ausdauer. Die Geschwindigkeit kommt dann zuletzt ganz wie von selbst. Dieses System hat sich bislang sehr gut bewährt. Unsere Hunde blieben verletzungsfrei und überaus freudig und motiviert bei der Sache. Und das nicht nur bis zum Ende der jeweiligen Saison, sondern überhaupt ihrer Schlittenhundekarriere. So starteten unsere Oldies (Buddy mit 10 und Axel mit 12 Jahren) noch bei der Schlittenhunde WM in Schweden 2022 (Platz 11) und unsere Ultraoldies (12+) gehen immer noch bei Dogtrekkingveranstaltungen (Orientierungsweitwandern mit Hund über mind. 80 km) an den Start. Und das durchaus erfolgreich.

Das Einmaleins des Zughundetrainings

Wer sich genauer für das Thema interessiert oder sich intensiver damit auseinandersetzen möchte, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen.